Liked. Lacked. Learned.

Über Migration im Kino, ein Mangel der Deutschen, Kritikfähigkeit und Jürgen Klopp.

👋 Herzlich willkommen zum Newsletter der Kommunikationsagentur hypr. Hier zeigen wir dir, was uns im Laufe der Woche gefallen, was uns gefehlt hat und was wir gelernt haben. Liked, Lacked, Learned eben.

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Der Film begleitet auch Iraq in Moria. (Bild: Kein Land für Niemand)

Lange hat bei mir kein Film so sehr nachgehallt wie dieser. Der aktivistische Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand“ zeigt, was seit Merkels „Wir schaffen das“ passiert ist – und wie sich die Debatte über Migration in Deutschland systematisch nach rechts verschoben hat. Der Film erzählt reale Geschichten: von Seenotrettung, von geflüchteten Menschen, die heute in Deutschland leben, von politischen Entscheidungen. Er ordnet das Geschehen mit Stimmen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ein.

Ein Film, der zeigt, was auch für unsere Demokratie auf dem Spiel steht. Und einer, den jetzt noch mehr Menschen sehen können – denn inzwischen gibt es neue Vorführungstermine in ganz Deutschland. Einen kleinen Vorgeschmack gibt diese Rezension.

Linda Koslowski

Linda möchte diesen Film jeder Person ans Herz legen.

Lacked.

Wenn der Himmel grau bleibt, fehlt oft mehr als nur Farbe. (Bild: Rémi Boyer, Unsplash)

Was fehlt im Winter? Nicht nur Sonne, sondern das, was sie in uns auslöst: Vitamin D. Über 80  Prozent der Deutschen haben laut Robert Koch Institut – der zentralen Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention – in den Wintermonaten einen zu niedrigen Wert. Rund die Hälfte rutscht sogar in den Mangelbereich. Die Folgen? Mehr Infekte, weniger Energie und bei vielen auch gedrückte Stimmung. Wer sich also ständig schlapp fühlt oder im Winter besonders mies gelaunt ist: Vielleicht liegt’s nicht nur am Wetter. Ein Bluttest beim Arzt kann klären, ob Supplemente helfen.

Lea Dirnhofer

Lea kauft sich jetzt wieder Vitamin D beim Drogeriemarkt ihres Vertrauens.

Learned. 💡

Wenn Zuhören wichtiger wird als Rechthaben. (Bild: Omar KH, Unsplash)

Es gibt zahlreiche Tipps und Methoden, wie Feedback richtig formuliert wird: konstruktiv, respektvoll, überlegt. Doch selten sprechen wir über die andere Seite: Wie gehen wir eigentlich damit um, wenn wir negatives Feedback erhalten? Denn Fakt ist: Auch das kann vorkommen. Und Spoiler: Sollte es auch.

Genau das zeigt Redakteur Paul Fenski in seinem Guide zur Verbesserung der eigenen Kritikfähigkeit. Er beschreibt, dass die sechs Felder Akzeptanz, Perspektivübernahme, Selbstwert, Kooperation, Konfliktbereitschaft und Gelassenheit zentral für einen gesunden Umgang mit Kritik und negativem Feedback sind. Denn Entwicklung entsteht erst, wenn wir zuhören, statt uns zu verteidigen. Wer Kritik annehmen kann, lernt schneller, erzielt bessere Ergebnisse und stärkt ganz nebenbei die Beziehungen zu Kolleg:innen.

Michelle Struck

Michelle mag den Gedanken, dass Kritik kein Angriff ist, sondern der Anfang vom Lernen.

One More Thing…

„Wenn du nicht Lionel Messi bist, musst du verteidigen“, sagt Jürgen Klopp. (Bild: Alejandro Garay, Pixabay)

Sachar ist diese Woche im wohlverdienten Urlaub und ich darf ihn an dieser Stelle wieder vertreten. Beim Hören einer Podcastfolge habe ich diese Woche sofort an ihn gedacht und an viele Gründer:innen, mit denen wir arbeiten durften.

“I’m not here to get everything, I’m here to give everything.”

Diesen Satz sagt Jürgen Klopp im Gespräch mit Steven Bartlett (The Diary of a CEO) und er bringt etwas auf den Punkt, das mich in der Zusammenarbeit mit Unternehmer:innen immer wieder beeindruckt: Diese fast stille Selbstverständlichkeit, alles für eine Idee zu geben ohne Garantie auf Erfolg.

Dazu muss man wissen, dass Jürgen Klopp nicht nur Fußball-Titel gewonnen hat, sondern in Mainz, Dortmund und Liverpool jeweils eine Ära geprägt hat. Als Trainer, aber vor allem als Persönlichkeit.

Was also macht ihn so besonders? Im Podcast erfährt man seine Sicht auf Führung und den Umgang mit Niederlagen. Und all das hat viel mit Haltung, Empathie und radikaler Klarheit zu tun. Klopp sagt zum Beispiel: „Wenn du nicht Lionel Messi bist, musst du verteidigen.“ Oder auch: „Es ist nicht wichtig, was ich sagen will, sondern was mein Gegenüber in dem Moment hören muss, um wieder klarzukommen.“ Und „Bevor ich Titel gewonnen habe, musste ich erstmal lernen, wie man gut verliert“.

Das Wichtigste steht nicht im Businessplan, sondern zeigt sich im Umgang mit Menschen.

Man kann das als Fußballanekdoten abtun. Oder darin ein Führungsverständnis erkennen, das erstaunlich zeitgemäß ist und das ich so auch bei Gründer:innen erlebe: Menschen, die nicht führen, um zu glänzen, sondern um Verantwortung zu übernehmen. Die nicht nur fordern, sondern vorleben und bereit sind, für ihre Idee durchs Feuer zu gehen. Und die in Niederlagen wertvolle Informationen für die Zukunft erkennen.

Vor allem aber erinnert die Folge daran, dass das Wichtigste nicht im Businessplan steht, sondern sich im Umgang mit Menschen zeigt. Wer führen will, muss verstehen, wie Menschen denken, fühlen und geprägt sind. Und sie genau darin abholen.

Sein Erfolgsgeheimnis in meinen Augen: Er liebt Menschen. Und das spüren alle, die mit ihm zusammenarbeiten. 

Maximilian van Poele

Max ist sich sicher, dass Unternehmer:innen und Führungskräfte viel von Jürgen Klopp lernen können.

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