Liked. Lacked. Learned.

Über die Gefahr von Social Media für Kinder, Schweigen in der Chefetage, TikTok-Wunder – und das Nachdenken ohne Netz.

👋 Herzlich willkommen zum Newsletter der Kommunikationsagentur hypr. Hier zeigen wir dir, was uns im Laufe der Woche gefallen, was uns gefehlt hat und was wir gelernt haben. Liked, Lacked, Learned eben.

Studien beweisen: Social Media wirkt nicht positiv auf Kinder. (Bild: Ludovic Toinel) 

Als Vater sehe ich jeden Tag, wie faszinierend Bildschirme auf Kinder wirken – ob iPad, Fernseher oder Smartphone. Und ich erinnere mich gut daran, wie sehr mich selbst alles Technische in meiner Kindheit in den Bann gezogen hat. Aber ich sehe auch: Social Media ist etwas Anderes.

Anders, weil Plattformen nicht nur Unterhaltung bieten, sondern oft ohne Rücksicht auf Fakten Meinung machen. Anders, weil sie nicht dafür sorgen, dass Falschinformationen als solche gekennzeichnet werden. Und anders, weil sie nicht für das Wohl der Jüngsten gemacht sind.

Die Folgen sind messbar: Studien zeigen längst, wie schädlich Social Media für die mentale Gesundheit von Jugendlichen ist. Wer sich damit tiefer befassen will, dem empfehle ich das Buch „Die Generation Angst“ von Jonathan Haidt – mir hat es die Augen geöffnet.

Social Media ist etwas Anderes.

Umso unverständlicher ist es für mich, dass dieses Thema in der öffentlichen Debatte kaum Raum bekommt. Genau deshalb ist mir diese Petition so wichtig: Sie fordert, dass Social Media für Kinder unter 16 Jahren reglementiert wird.

Mein Kollege Simon hat in unserem Newsletter vergangene Woche bereits darauf hingewiesen, ich möchte es an dieser Stelle erneut tun – mit der herzlichen Bitte: Werdet aktiv. Zeichnet mit.
 
👉 Hier geht’s zur Petition

Im Interesse unserer Kinder.

Sachar möchte, dass sein Sohn sicher aufwächst.

Liked. 🫶

Wie die TikTok-Community einen Autor auf die Amazon-Bestsellerliste brachte. (Bild: Screenshots TikTok @taymaed @purposefulperformance) 

Stell dir vor, du bist Autor:in, hast eine Signierstunde im Buchladen – und niemand kommt. Genau das passierte Jonathan Stanley. Doch dann sahen ihn eine Mutter und ihre Tochter, sprachen ihn an und luden ein kurzes Video auf TikTok hoch. Die Folge: Über 53 Millionen Views in zwei Tagen, eine Welle der Solidarität – und massenhaft Buchbestellungen. Inzwischen steht sein Roman auf mehreren Amazon-Bestsellerlisten ganz oben. Stanley meldete sich sichtlich gerührt mit einem TikTok-Video zurück. Eine Geschichte, die zeigt, wie viel Mitgefühl und positive Kraft in Social Media stecken kann – wenn wir sie richtig nutzen.

Linda liest gerne bestärkende Social-Media-Kommentarspalten.

Lacked.

Haltung, aber bitte mit Hebel. (Bild: Laurent Perren bei Unsplash) 

Das neue Edelman Trust Barometer zeigt unter anderem: Unternehmen genießen in Deutschland mehr Vertrauen als jede andere Institution. Ein beeindruckendes Ergebnis, das in der CEO-Kommunikation jedoch oft ins Leere läuft. Was fehlt? Ein klarer Bezug zur eigenen Einfluss- und Handlungssphäre. Viele Statements von Führungskräften wirken wie lose Kommentare zum Weltgeschehen – ohne Relevanz für ihr Geschäftsmodell, ihre Mitarbeitenden oder ihre Branche. Dabei wünschen sich Menschen Orientierung gerade dort, wo sie sich selbstwirksam erleben: am Arbeitsplatz, im direkten Umfeld, in konkreten unternehmerischen Entscheidungen. Wer also CEO-Kommunikation wirksam angehen will, sollte weniger kommentieren und sich mehr committen – zu den Themen, auf die das eigene Unternehmen echten Einfluss hat.

Tobias ist gespannt, wie sich der Kommunikationsstil von CEOs verändert – und ob die Politik wieder Vertrauen zurückgewinnen kann.

Learned. 💡

Offline sein, unfreiwillig. (Bild: skypicsstudio)

Ich war letzte Woche krank. Kein Social Media, kein Input, keine Termine. Nur ich, Tee und meine Gedanken. Anfangs hatte ich das Gefühl, alles zu verpassen – bis ich gemerkt habe: Es passiert auch nichts Weltbewegendes, wenn man mal nicht ständig online ist. Eine Studie zeigt: Wer digital pausiert, schläft besser, denkt klarer, fühlt mehr. Alle reden über Digital Detox, aber kaum jemand macht’s. Ich schon – unfreiwillig. Und es war gar nicht so schlimm. Vielleicht müssen wir nur wieder lernen, mit unseren Gedanken allein zu sein, um klarer, kreativer und motivierter zurückzukommen.

Lea lag flach, aber kam mit sortiertem Kopf wieder raus.

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