Liked. Lacked. Learned.

Über Narren, Narrative und Teamwork.

👋 Herzlich willkommen zum Newsletter der Kommunikationsagentur hypr. Hier zeigen wir dir, was uns im Laufe der Woche gefallen, was uns gefehlt hat und was wir gelernt haben. Liked, Lacked, Learned eben.

Sachar zu Gast im „Markt und Mittelstand“-Podcast. (Bild: Markt und Mittelstand)

Ich war vor kurzem im Podcast „Markt und Mittelstand” zu Gast und habe unter anderem diesen Satz gesagt: Wir müssen uns bewusst machen, dass wir alle eine positive Zukunft haben wollen – auch die, mit denen wir nicht einer Meinung sind.

Das klingt banal. Aber genau daran scheitert gerade so viel. Wir erleben eine Zeit, in der Debatten sofort eskalieren, in der sich Lager verhärten und in der gefühlt jede Seite „die Wahrheit“ für sich gepachtet hat.

Wer nicht ins eigene Weltbild passt, wird aussortiert.

Das Problem? So entsteht kein gemeinsames Narrativ, sondern zwei, drei oder vier konkurrierende Geschichten, die sich gegenseitig blockieren.

Aber ein Narrativ ist kein Marketing-Claim, den man sich einfach überstülpt. Es entsteht nicht top-down, sondern durch Austausch, durch Verstehen – und auch durch den Dialog mit denen, die man eigentlich nicht auf seiner Seite wähnt.

Wir in Deutschland definieren uns viel zu oft über das, was nicht funktioniert: Bürokratie, Fachkräftemangel, Digitalisierung, Bildung. Doch wer nur die Mängel verwaltet, wird nie Innovation schaffen.

Wir müssen uns bewusst machen, dass wir alle eine positive Zukunft haben wollen – auch die, mit denen wir nicht einer Meinung sind.

Dabei gibt es sie ja, die positiven Geschichten: Hidden Champions im Mittelstand, mutige Gründer:innen, smarte Talente. Aber sie gehen unter im Grundrauschen der Negativität – und oft auch, weil wir uns nicht auf eine gemeinsame Richtung einigen können.

Wenn wir wirklich ein neues Narrativ für dieses Land entwickeln wollen, dann müssen wir nicht nur definieren, wohin die Reise geht, sondern auch akzeptieren, dass wir diese Reise gemeinsam antreten.

Auch mit denen, die die AfD wählen. Diese Menschen haben – ebenso wie wir – den Wunsch, glücklich zu sein. Lasst uns das nicht vergessen.

Sachar fällt es selbst unfassbar schwer, andere Meinungen zu akzeptieren.

Liked. 🫶

Teamwork makes the dream work. (Bild: KI-generiert via DALL·E)

Ein Gedanke, der von mir ein fettes „I like“ bekommt, ist der Zusammenhang von Resilienz und Teamwork. Laut des „Future of Jobs Reports 2025“ gehört Resilienz zu den wichtigsten Fähigkeiten der Zukunft. Die super Nachricht: Das muss man nicht alleine schaffen. Im Gegenteil! Unsere Partnerin Dr. Saba Kascha, CHRO von Canon Deutschland und Dozentin an der HHU Düsseldorf, sagt: Kollegialität ist ein echter Katalysator für Resilienz. Denn Teams, in denen gegenseitige Unterstützung und Zusammenhalt aktiv gelebt werden, entwickeln eine deutlich höhere Widerstandskraft gegen Stress und Veränderungen. Resilienz entsteht also nicht isoliert – sie wächst im sozialen Miteinander. Darüber habe ich so noch nie nachgedacht!

Pia ist jetzt viel bewusster, wie sehr ihre Team-Member sie stärken – und umgekehrt.

Lacked.

Europa ist kompliziert, aber auch mächtig. (Bild: Christian Lue auf Unsplash)

Der Eklat im Weißen Haus vergangene Woche ist eine Zäsur für die transatlantische Partnerschaft. Was er für die Ukraine und für unsere Sicherheit in Europa bedeutet, kann man noch nicht wirklich sagen. Was aber schon jetzt klar ist: Es war ein diplomatisches Massaker. Wir brauchen in Europa endlich eine Antwort auf diese neue Form der Politik in den USA. Doch die fehlt bislang. Es fehlt an einer Einheit in Europa. Dabei ist es doch gerade das, was Europa stark machen könnte: Die Verbundenheit über Grenzen hinweg. Warum wir in Europa auch in diesen schwierigen Zeiten alles andere als wehrlos sind und was für einen notwendigen Zusammenhalt passieren muss, erklärt dieser tiefgründige Artikel in der ZEIT.

Max glaubt an die Kraft von Europa.

Learned. 💡

2024/2025 hatten die Narren besonders viel Zeit, Geld auszugeben. (Bild: Ben Kerckx auf Pixabay)

Als Hamburger betrachte ich die Karnevalssession mit gesunder Skepsis aus der Ferne. Deswegen haben mich die Ende Februar veröffentlichten Zahlen des Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) überrascht: Verteilt auf Gastronomie, Einzelhandel, Transport, Hotel und andere Wirtschaftszweige, bringt der bunte Spaß dieses Jahr näherungsweise mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz ein. Das liegt auch daran, dass das Spektakel dieses Jahr besonders lang geht. Mit 115 Tagen ist die Karnevalssession 2024/25 eine der längsten jemals – allein 20 Tage länger als die im vergangenen Jahr!

Tim muss zugeben, dass er den Wirtschaftsfaktor Karneval unterschätzt hatte.

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